olfsburg (ddp-nrd). Das erste Tor fällt, die Plastik-Klapperhände machen Alarm, aber man will sich noch nicht der Ekstase hingeben. 1:0 für Wolfsburg gegen Bremen. Das reicht, jetzt wäre schon alles klar. Die Uhr zeigt die 6. Minute an. 50 000 Menschen haben sich am Samstagnachmittag in der Wolfsburger Innenstadt versammelt, um das letzte Spiel des VfL Wolfsburg zu sehen und zu feiern. Die Stimmung ist siegesgewiss, aber noch leicht verhalten, etwas angespannt.
Nach dem zweiten Tor von Stürmer-Star Grafite knallen Sektkorken. Alles geht jetzt schnell, die Emotionen müssen im Sekundentakt angepasst werden. Aber eigentlich geht es immer nur noch nach oben. Plötzlich ein Bildausfall auf den Videoleinwänden und laut stöhnt die Menge auf. «Gebt uns das Bild zurück», brüllt der Spiel-Kommentator. Die Temperatur und die Nervosität steigen, auch weil die Sonne ganz erbarmungslos vom Himmel brennt. Mit einem gelben Leibchen mit der Aufschrift «Alkoholtester» bekleidet tastet sich eine junge Frau durch die Menge und bietet den Fans ihre Dienste an. Aber wer ist an solch einem Tag schon vernünftig?
Plötzlich 3:0, nur daran, dass es jetzt 16.00 Uhr ist. Aber die Zeichen sind trotzdem überdeutlich. Bei jeder Chance, die vergeben wird, stöhnen die Fans laut auf. Die Anspannung bleibt, weil nur fünf Minuten später ein Gegentor fällt. Auch Tobias Helmke, der zwischen tausenden Fans auf dem Rathausplatz steht, ist noch nicht locker: «Wolfsburg gegen Bremen, das sind immer torreiche Spiele. Da kann man sich noch nicht sicher sein.»
Alle in der Stadt wollen etwas von diesem Strahlen abbekommen, dass sich der VfL Wolfsburg an diesem Tag zulegt. Das Kunstmuseum Wolfsburg lädt zur Liveübertragung und Grill-Party mit «exklusivem Blick» auf die Fan-Meile ein. Ein Balkon für die Meister-Bewunderer. Auch in der Autostadt, der gläsernen Auslieferungs- und Erlebniswelt des VW-Konzerns, wurde in der Nacht zuvor die Beflaggung auf VfL-Fahnen umgestellt, und in den neun Restaurants der Anlage gibt es an diesem Tag kostenlose, grünfarbene «VfL Wolfsburg Cocktails» - natürlich auch alkoholfrei. Und wenn es dunkel wird, sollen die Auto-Türme in den grün-weißen Vereinsfarben erstrahlen.
Nach der Halbzeit geht es mit den Toren weiter. Wieder Grafite, 4:1. Und jetzt ist es auch nicht so wichtig, wer geht oder wer bleibt. Die Freude ist größer als alle Sorgen, wie es in Zukunft mit der Mannschaft weitergehen wird, wenn ein neuer Trainer kommt und die Stars dem Geld folgen.
Selbst nach dem 5:1 bleibt es noch bis zur letzten Minute bei kleinen und größeren Feierinseln in der Menge. Noch bricht kein Kollektivjubel aus. Meisterschalen aus Pappe werden trotzdem bereits geschwenkt. Erst als die letzten 60 Sekunden anbrechen, steigen die Fahnen in die Luft, der Jubel brandet jetzt langsam auf und gipfelt in der Ekstase.
Abpfiff. Meister. Endlich ist alles klar. Eine Gruppe von drei jungen Frauen zieht sich die Fußball-T-Shirts aus und lässt den Sekt spritzen. Eine von ihnen ist Meike Klein: «Zwölf Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet. Ich dachte, ich erlebe das erst, wenn ich alt und schrumpelig bin.» Auch Tobias Helmke kann sich jetzt freuen: «Sensationell, wir haben vorher noch nie etwas gewonnen.»
Am Abend kommt die Mannschaft des VfL Wolfsburg noch ins Rathaus, trägt sich ins Goldene Buch ein und lässt sich auf der großen Bühne feiern, wenn es schon keinen Balkon gibt. Und natürlich ist ein Autokorso in den Wolfsburger Straßen geplant, bei dem nicht nur die Wagen des städtischen Konzerns zugelassen sind.
Der Norden Gratuliert dem VFL Wolfsburg zur Meisterschaft
Deutscher Fußball Meister 2008-2009
Moderatoren: Turel, GameMaster
wäre super für den deutschen fussball wenn der VFL so zusammen bleibt,und ich glaube der Felix hat sein grössten fehler in seinem leben gemacht,nach schalke zugehen!!!!!
mfg von Payns
es lebe der 1.FC Magdeburg
mfg von Payns
es lebe der 1.FC Magdeburg
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.










